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Einheitsgemeinde Gerstungen
Ortsteile: Gerstungen | Lauchröden | Oberellen | Unterellen | Neustädt | Sallmannshausen
Ortsteil OBERELLEN
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Chronik
1075 Heinrich der IV zog auf der Handelsstraße "Kurze Hessen" mit seinem Heer durch "Ellenen" (Oberellen) [1. urkundliche Erwähnung) in Richtung Eisenach um die aufständischen Thüringer und Sachsen zu schlagen
12. Jhd. "Elnde" war im Besitz der Edlen von Goldbach (Christian von Goldbach und Gattin Berchtroda)
1121 Schenkung des Dorfes "Elinde" nebst Kapelle und allem Zubehör der Edlen von Goldbach an das Kloster Reinhardtsbrunn. Diese Urkunde ist im Hauptstaatsarchiv Weimar erhalten.
1524/25 Nach der Zerschlagung des Bauernaufstandes hatte Oberellen 200 Gulden Bußgeldstrafe zu entrichten. Das Kloster wurde zerstört, die Mönche vertrieben. Die Strafen und die Besitzungen fielen an Kurfürst Johann der Beständige.
1532 Nach seinem Tod nahm sein Sohn Johann Friedrich der Großmütige die sekularisierte Probstei in Oberellen in Besitz.
1543 - 6. Sept. Verkauf der sekularisierten Probstei in Oberellen nebst Zubehör für 5000 Gulden Fürsten-Münze an Curt von Hanstein als Mannlehen. Der letzte Probst Hieronymus Gerlach war bei der Übergabe zugegen. Eine Auflage war, für den Erhalt der neuen christlichen Lehre zu sorgen.
1595-1604 Lippold von Hanstein ließ das Obereller Schloss erbauen. Sein Sohn Caspar ließ es nach seinem Tod 1604 vollenden.
1618-1948 Zum 30jährigen Krieg hatte der Ort sehr zu leiden, von 95 Häusern vorher standen nach dem Krieg 53 leer und waren verwüstet. 1637 zählte das Totenregister 121 Gestorbene (Details)
1636 Krotaeneinfall. Die Kroaten waren 28 Wochen hier einquartiert.
1656 Errichtung der Kirche. Es handelt sich um den Wiederaufbau eines älteren, durch Einsturz des Kirchturms schwer beschädigten Kirchgebäudes.
1680 Oberellen fiel an Herzog Bernhard von Meiningen. Er führte Schlussrezess und überließ Hans-Ludwig von Hanstein weiterhin Hof und Dorf Ober-Elle mit seinen Zu- und Eingehörungen (Clausberg, Hütschhof, Frommeshof) lt. Lehnbrief vom 27.03.1697.
1680 - 1920 Oberellen wurde eine Enklave des Herzogtums Sachsen - Meiningen und völlig von sächsischen-eisenachischem Gebiet eingeschlossen.
1767 Die Reichstruppen hielten das Dorf lange besetzt und plünderten es.
1810 Die Obereller Einwohner lösten die Hand- und Spannfrohnen gegen Zahlung von 6000 Thalern ab.
1813/1814 Französische Truppen suchten Oberellen schwer heim. Napoleon soll in einer Obereller Herberge Quartier geschlagen haben
1816/1817 Es herrschte in Oberellen großer Mangel an Brennmitteln.
1840-1842 Die Blattern (Pocken) krassierten im Dorf und wurde hauptsächlich Mädchen, Frauen und Kindern verderblich.
1846/1847 Die Teuerung stieg so hoch, dass 1 Zentner Kohle mit 1 RT 8 gg bezahlt wurde, ein Hungerjahr. Von der Auswanderungsstelle nach Amerika blieb Oberellen zum größten Teil verschont.
1850 Eine Reparatur am Kirchturm wurde vorgenommen. Die asiatische Cholera bedroht die Einwohner.
1870/1871 Im deutsch-französischen Krieg standen 17 Männer teils kämpfend, teils zur Besatzung auf Frankreichs Boden. 3 Soldaten sind gefallen. Zur Erinnerung wurde der Friedenstein errichtet.
1905 Bau der Hochdruckwasserleitung mit Wasser vom Thüringer Bach.
1914-1918 Im 1. Weltkrieg fielen 25 Männer aus Oberellen. Die Ortseinwohner beteiligten sich rege an den landwirtschaftlichen Arbeiten der Frauen, denen durch den Krieg der Ernährer genommen wurde.
1921 Oberellen bekam elektrischen Strom. Die Straßen des Ortes sind mit 13 Lampen versehen. 62 Motoren werden in landwirtschaftlichen Betrieben tätig sein.
1922 Das Kriegerdenkmal wurde vor der Ostseite des Kirchturms eingeweit. Die Chronik über die Erbauung des Denkmals befindet sich im Mittelteil des Denkmals in einer Flache.

Die Einwohnerzahl Oberellens mit Clausberg, Hütschhof und Frommeshof beträgt 682 Personen.

Durch den Verkauf des Rittergutes Clausberg von Komerzienrat Klinke an Herrn Heinrich Frey sind 45 Millionen Mark an Zuwachssteuer eingegangen. Davon wurde der Straßenbau in Oberellen finanziert und eine Fuhrwerkswaage angekauft. Der neue Besitzer des Ritterguts schenkte der Gemeinde einen elektrischen Glockenantrieb (Kosten 10 Millionen Mark).
1923 Es gab eine große Teuerung für landwirtschaftliche und Industrieerzeugnisse

Erneute Reparatur des Kirchturms.
1923-1932 Im Schloss Hanstein befand sich die westthüringische Bauernschule - Schulgemeinde Ellena im Einverständnis mit dem letzten Besitzer des Schlosses.
1934 - 25.6. Die politische Gemeinde Oberellen erwarb das ehemalige hansteinnische Rittergut für einen Preis von 25000 RM von der thüringischen Landessiedlungsgesellschaft.
1936 Der letzte Besitzer des Schlosses Hanstein August Heinrich Ludwig Theodor von Hanstein stirbt (geb. am 07.12.1866).
1937 Bau des Grundgebäudes des Schulhauses
1939-1945 Im 2. Weltkrieg fielen 32 Obereller Männer, 10 wurden vermisst.
1945 - 3. und 4. April Die Amerikaner rücken aus Richtung Berka-Herda kommend ein. Zerstörungen im Ort gab es nur durch Jagdbomber in Scheunen und Stallungen.
1945 - Juli Oberellen gehört zur sowjetischen Besatzungszone
1948 Die kleine Glocke kommt wieder nach Oberellen.
1949 Reparatur des Kirchturms
1949 - 7. Oktober Gründung der DDR. Oberellen liegt am westlichen Rade dieses Staates nahe der Sperrzone.
1960-1961 Bau der Bahntrasse von Förtha nach Gerstungen durch die Gemarkung von Oberellen. Danach Instandsetzung der Dorfstraße.
1960-1973 In der Zeit traten fast alle Einzelbauern in die Genossenschaft ein. LPG Typ 1, Typ 2, Typ 3
1961-1962 Bau des Obereller Waldbades
1963 Umsetzung der Baracke, die als Bahnarbeiterunterkunft diente, zum Schulgebäude für Klassenräume
1966-1970 Bau der Läuferlieferanlage (Schweinestall)
1968 Ein 10 Meter langer Anbau an das Schulgebäude wird errichtet.
1968 - 1. Juni Neueröffnung der Verkaufsstelle (Konsum) in einem um- und ausgebauten Gebäude auf dem Schlosshof. Darin fanden auch die Arztpraxis und die Zahnarztpraxis ihren Platz.
1972-1974 Bau des Hochdruckwasserbehälters
1976 - August Einweihung des Kulturhauses, welches größtenteils in Eigenleistung der Obereller Bürger gebaut wurde.
1985 Bau des neuen Schulgebäudes mit Turnhalle
1985 - August Einweihung der Obereller Kinderkrippe
1986 - 1. Juni Neueröffnung der Verkaufsstelle (Konsum) in einem um- und ausgebauten Gebäude auf dem Schlosshof. Darin fanden auch die Arztpraxis und die Zahnarztpraxis ihren Platz.
1989/1990 Ausbau der Hauptstraße in Oberellen (heutige Friedensteinstraße)
1989 - November Fall der Mauer und Öffnung der innerdeutschen Grenze
1990 - 3. Oktober Tag der deutschen Wiedervereinigung
1992 - 4. Oktober Der letzte Personenzug fährt auf der Bahnstrecke zwischen Förtha und Gerstungen (Trasse)
1992 - Juni Beginn der Bebauung des Neubaugebietes "Am Ehmesberg"
1993 Straßenbau in der Weihersgasse, Schafgasse und Großgasse
1994 Oberellen gehört zur Verwaltungsgemeinschaft "Eltetal", weitere Mitgliedsgemeinden sind Eckhardtshausen, Etterwinden, Förtha, Unterellen und Wolfsburg-Unkeroda
1997 Starke Unwetter am 17.05. und 19.05.1997 (Pfingsten) lassen die Hauptstraße im Unterdorf zur Schlammpiste werden.
1998 Bau des neuen Sportlerheims.
Das Waldbad in Oberellen wird ein letztes Mal geöffnet.
2002 - 30. April Die letzte Verkaufsstelle (Edeka-Markt) schließt.
2004 - 16. März Oberellen gehört zur Einheitsgemeinde Gerstungen.
Dazu gehören weiterhin Lauchröden, Unterellen, Neustädt und Sallmannshausen.
Ortsbürgermeister ist weiterhin Frank Bönicke.
2006 Schließung der Regelschule und Verlagerung des Schulbetriebes nach Förtha bzw. Marksuhl
2006 - Juni Der letzte Schultag in der Regelschule Oberellen, seitdem Leerstand des Gebäudes
2008 Letzte Kirmes im Kulturhaus, seitdem Leerstand des Gebäudes
2009 - Juni Caterina Körner, geb. Steube, wird Ortsteilbürgermeisterin
2010/2011 Das Gebäude der ehemaligen Schule wurde umgebaut. Darin befindet sich die neue Bürgerbegegnungsstätte. Im Anbau daran (Platz der Schulbaracke) befindet sich das neue Feuerwehrgerätehaus.
2011 - 17. Oktober Unsere 400 Jahre alte Linde musste wegen Umsturzgefahr gefällt werden. Im November wurde eine neue Linde gepflanzt.
Die Dorflinde in Oberellen
2013 - Oktober Das Obereller Schloss hat in Abstimmung der Denkmalbehörde eine neue Außenhülle erhalten.
2013 - Dezember Die Gaststätte "Schlossklause" in Oberellen muss leider wegen zu geringen Zuspruchs nach nur ca. 18 Monaten von der neuen Betreiberin geschlossen werden.
2014 - März Auf dem Clausberg wird ein außergewöhnliches rundes Haus gebaut.
2014 - 28. Juli 28.07.2014 Nun finden auch noch in Oberellen die letzten Wahlen der Ortsteilräte statt. Ulli Koch, Christian Hähnert, Heidemarie Anacker, Stephan Poppe, Matthias Schaub und Hans-Werner Heichel wählt man für Oberellen.
2014 - 03. August Am 3. August beginnen die Umbauarbeiten am Obereller Kirchturm mit der Herausnahme von 2 Glocken.
2014 - August Der Obereller Enrico Radloff hat sich auf die Hochzeitsfotografie spezialisiert und zählt aufgrund mehrerer Preisverleihungen von internatinalen Wettbewerben nun zu den weltweit besten seines Genres.
2014 - 07. September Die Obereller feiern am Sonntag, 7. September ein Dorffest "1000 Jahre" Leben an der Elte.
2014 - 25. Oktober Ein Jugendchortreffen der besonderen Art richtet die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde in Oberellen am 25. Oktober aus. Denn fast 70 Sängerinnen und Sänger aus ganz Deutschland kamen nach Oberellen, um miteinander zu musizieren.
2014 - 31.10.-02.11. Als letzte der Ortsteile feiern nun die Obereller vom 31.10. bis 02.11.2014 ihre Kirmes. Noch bis heute findet das traditionelle Lindekehren und das Ausführen des Strohmanns statt.